Forschungsstand Dissertation Definition

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Der Forschungsstand ist ein Kapitel mit den wichtigsten bisherigen Erkenntnisse von Autoren zur Forschungsfrage. Du findest sie in wissenschaftlichen Quellen, vor allem Studien. Aber das Finden kann sehr mühselig sein, so wie das Finden passender Geschenke… Mit unserem Schema geht das viel schneller, ist viel ergiebiger und macht auch viel mehr Spass.

Stufe 1: Die Frage nach dem Forschungsstand in Alltagssprache:

Wer hat mit wem

wann

wo

was geschrieben

und

wie ist sie darauf gekommen?

Die Erläuterung

Wer hat mit wem ==> der / die Autor/en

Wann ==> Jahr der Veröffentlichung

Wo ==> in welcher Publikation?

was geschrieben ==> die konkreten Erkenntnisse

und

wie ist sie darauf gekommen ==>  Methoden

Stufe 2: Die präzise Formulierung der Fragen nach dem Forschungsstand

Welcher Autor hat mit wem zusammen

in welchem Jahr,

in welchem Journal,

welche Erkenntnisse über das Objekt XY veröffentlicht

und mit welchen Daten und Methoden wurden diese Erkenntnisse gewonnen, ?

TIPP: Forschungsstand erheben, eigene Analyse machen und fertig ist die Thesis!

Wie beantworte ich die Forschungsfrage? Wie mache ich meine Analyse? Wie leite ich die Forschungslücke her?

Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen für die Bachelorarbeit, Masterarbeit und Dissertation finden Sie im Thesis-Guide von Aristolo.

Viel Erfolg wünschen Dir

Silvio Gerlach und das Studeo Team

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Wer ist Silvio Gerlach?

Silvio ist Thesis- und Diss-Coach seit 2003 und Gründer von Studeo und Aristolo in Berlin. Er liebt das Schreiben und ist Autor zahlreicher Bücher wie des Thesis Guides “In 31 Tagen zur Thesis“ und des Dissertation Guides “In 200 Tagen zur Diss“.
Silvio will jedem Studi EIN Semester sparen.

Wer wissenschaftlich arbeitet, stützt sich niemals nur auf eigenes, sondern immer auch auf fremdes Wissen. Meist macht erst das publizierte Wissen anderer die eigene Forschungsleistung möglich. Und wer wissenschaftlich arbeitet, muss deutlich machen, an welchen Stellen er sich auf das Know-how anderer stützt. Dies geschieht in Form von Hinweisen auf die verwendete Literatur (Belege, Zitate).

Für eine wissenschaftliche Arbeit zieht man in der Regel eine größere Menge an Literatur heran, wobei nicht jede Publikation gleich wichtig ist. Und genau an dieser Stelle kommt nun die Forschungslage bzw. der Forschungsstand ins Spiel. Hier geben Sie einen Überblick über die wichtigste Literatur, auf die Sie sich in Ihrer Arbeit stützen (die Meilensteine der Forschung zu Ihrem Thema).

Mit dem Forschungsstand

  • helfen Sie Ihren Leserinnen und Lesern, einen Überblick über die Literatur zu gewinnen. Wer Ihren Forschungsstand liest, weiß, zu welchen Publikationen er greifen soll, wenn er sich selbst in das Thema einarbeiten möchte.
  • sorgen Sie für Transparenz. Sie machen gleich zu Beginn deutlich, auf welche Fremdleistungen Sie sich maßgeblich beziehen. 

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Forschungsstand zu schreiben: Entweder ordnen Sie Ihren Literaturüberblick nach Themenkomplexen oder Sie geben einen rein chronologischen Überblick über die wichtigsten Publikationen. 

Auf keinen Fall sollten Sie den Forschungsstand zu voll packen. Es geht nicht darum, dem Leser zu zeigen, was Sie alles studiert haben (wie fleißig Sie waren), sondern um einen kompakten Überblick über die wichtigste Literatur.

Wichtig: Listen Sie die Literatur nicht nur auf, sondern erklären Sie, welchen Beitrag die jeweilige Publikation zum Erkenntnisgewinn geleistet hat. Also, zum Beispiel: Was hat der Autor als Erster erkannt oder hinterfragt? Es muss ja einen Grund geben, weshalb Sie die betreffende Publikation unter die Meilensteine reihen – und den sollten Sie dem Leser deutlich machen.

Beispiele:
XY hat 1950 erstmals dargelegt, dass ...

Die wichtigste Literatur zum Thema A ist nach wie vor der Aufsatz von XY, der aufzeigt, dass die Ergebnisse ...

Nach wie vor grundlegend ist die Monografie von XY. Sie arbeitet deutlich heraus ...
Im Unterschied zu X hat Y in seiner 2011 erschienenen Arbeit ... 

Ich werde immer wieder nach Beispielen für einen Forschungsstand gefragt. Am besten nehmen Sie einmal umfassendere wissenschaftliche Publikationen oder Uni-Arbeiten zur Hand und schauen, wie der Forschungsstand gelöst wurde (im positiven wie auch im negativen Sinn). Durch Abschauen bzw. kritisches Lesen kann man sehr viel lernen! Abschlussarbeiten der Universität Wien können Sie übrigens ganz leicht auf Othes abrufen.

Ich lade Ihnen zum Abschluss hier auch noch den Forschungsstand meiner Diplomarbeit hoch. Die Arbeit befasst sich mit dem barocken Stiftsbau von Klosterneuburg (und wurde letztendlich dann in zwei großen Aufsätzen publiziert). Bitte beachten Sie, dass der Text aus dem Jahr 1997 stammt und noch nach der alten Rechtschreibung verfasst ist. Ich stelle den Text unverändert ins Netz. 

Sie kommen mit Ihrer Uni-Arbeit gerade nicht so flott voran, wie Sie das geplant haben? Sie stellen sich Fragen wie zum Beispiel: Hat meine Arbeit einen roten Faden? Zitiere ich richtig? Plagiiere ich? Sie kämpfen mit Aufschieberitis und würden sich gerne mit Freude und Motivation an Ihre Abschlussarbeit machen?

Dann sind Sie hier richtig!

Ich bin seit über 20 Jahren in Forschung und Lehre tätig. Was für Sie neu ist, ist für mich Routine. Darauf dürfen Sie vertrauen. 

Klicken Sie auf den grünen Button und informieren Sie sich!

Abbildungsnachweis:
Shutterstock.com: Oben: Bildnummer: 63981457, Urheberrecht: l i g h t p o e t. Unten: Bildnummer: 197269331, Urheberrecht: Lucky Business

In größeren wissenschaftlichen Arbeiten sowie in Uni-Arbeiten (Hausarbeit, Bachelor- oder Seminararbeit, Masterarbeit, Dissertation) ist es üblich, im Anschluss an die Einleitung einen kurzen Überblick über den Forschungsstand bzw. die Forschungslage zu geben.

Vielen Studierenden fällt das Schreiben eines Forschungsstandes jedoch schwer. Aus diesem Grund möchte ich das Thema heute einmal aufgreifen und ein paar Tipps dazu geben.

Beachten Sie bitte, dass Sie nicht auf die Literaturbelege vergessen dürfen. Sobald Sie eine bestimmte Publikation ansprechen oder einen Autor nennen, müssen Sie den zugehörigen Beleg anführen!

Wenn Sie also etwa darauf hinweisen, dass sich Hans Sedlmayr 1956 in seiner Monografie über Johann Bernhard Fischer von Erlach umfassend mit der Karlskirche beschäftigt hat, dann müssen (!) Sie eine Fußnote setzen oder in einer Klammer einen Literaturbeleg geben. Da es sich um eine selbständige Publikation (Künstlermonografie) handelt, müssen Sie darüber hinaus auch die betreffenden Seiten zur Karlskirche anführen. 

Dipl.arbeit, Klosterneuburg, 1997.pdf

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